Pink Slime Pseudo-journalistische Medienerzeugnisse im Lokalen: Typologie, Eruierung und Beurteilung

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*Dieses Bild wurde mit KI generiert.

 

Herzlich Willkommen auf der Projektwebseite des Forschungsprojektes Pink Slime: Pseudojournalismus in der Schweiz und Deutschland.

 

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Das Phänomen «Pink Slime»

Die vorliegende Studie untersucht erstmals systematisch das Phänomen des sogenannten Pink Slime im deutschsprachigen Raum mit besonderem Fokus auf die Schweiz. Ziel des Projekts war es, pseudo-journalistische Medienangebote im lokalen Informationsraum zu identifizieren, ihre Strukturen und Funktionsweisen zu analysieren, ihr Gefährdungspotenzial für demokratische Gesellschaften zu bewerten und daraus Handlungsempfehlungen für Politik, Medien und Gesellschaft abzuleiten. Gemeint sind Medienangebote, die journalistische Formen, Sprache und Gestaltung imitieren, ohne journalistischen Qualitätsstandards, Transparenzpflichten oder redaktioneller Unabhängigkeit verpflichtet zu sein. Sie erscheinen als Lokalzeitung, Nachrichtenportal oder lokaler Social-Media-Kanal, verfolgen jedoch häufig wirtschaftliche, politische oder propagandistische Interessen. 

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Pink Slime als hybride Kommunikationsform

Auf Basis der Literaturrecherche und der empirischen Analysen entwickelt die Studie eine umfassende Definition von Pink Slime. Demnach handelt es sich um pseudo-journalistische Medienprodukte, die: 

  • formale Merkmale und ästhetische Codes lokaler Nachrichtenmedien imitieren, um Glaubwürdigkeit zu suggerieren, ohne journalistische Standards oder Transparenzpflichten einzuhalten.
  • Sie operieren meist unter lokal oder regional klingenden Titeln, deren Namensgebung ganz bewusst Assoziationen zu etablierten aktuellen oder früheren Qualitätsmedien herstellt. 
  • Die Inhalte weisen typischerweise einen geringen oder lediglich simulierten Lokalbezug auf, werden häufig zentral mit eher minimalem Aufwand produziert, automatisiert durch KI generiert und/oder zwischen mehreren Regionalausgaben recycelt. Ebenso haben Redaktion bzw. Autoren:innenschaft (soweit überhaupt ersichtlich) meist keinen regionalen Bezug. 
  • Urheberschaft, Finanzierung und Herausgeber:innenschaft sind intransparent oder verschleiert. 
  • Zentrale journalistische Qualitätskriterien wie Quellenprüfung, Unabhängigkeit, Transparenz, Trennung von journalistischem Inhalt und Werbung werden nur unzureichend oder gar nicht erfüllt. 
  • Stattdessen verfolgen Pink-Slime-Medien ökonomische, politische oder propagandistische Zielsetzungen, die in der Aufmachung redaktioneller Unabhängigkeit und Objektivität auftreten. 
  • Pink-Slime-Medien agieren in einem Spannungsfeld zwischen scheinbar professionellem Journalismus, Public Relations/Unternehmenskommunikation, algorithmisch optimiertem Content-Marketing und strategischer/politischer Desinformation. Damit bilden sie eine hybride Kommunikationsform in einem umkämpften Medienökosystem. 
  • Ihr Einfluss resultiert insbesondere aus der systematischen Simulation journalistischer Glaubwürdigkeit bei gleichzeitiger Erosion journalistischer und demokratischer Normen.
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Handlungsempfehlungen

  • Lokaljournalismus als demokratische Infrastruktur anerkennen und stärken 
  • Pink Slime nicht nur als Folge von News Deserts verstehen 
  • Transparenzpflichten und Offenlegung konsequent ausbauen 
  • Irreführende Nachahmung journalistischer Marken und Formen regulieren 
  • Qualitätsjournalismus sichtbarer machen 
  • Medienkompetenz stärker auf lokale Informationsräume ausrichten 
  • Monitoring- und Frühwarnsysteme etablieren 
  • Forschung und internationale Kooperation langfristig fördern
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Haben Sie bereits pseudojournalistische Medieninhalte entdeckt?

Um das Phänomen Pink Slime umfassend weiter zu untersuchen, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Haben Sie online oder offline Medieninhalte entdeckt, die möglicherweise dem Phänomen Pink Slime oder dem Pseudojournalismus zuzuordnen sind? Dann freuen wir uns über Ihre Meldung. Nutzen Sie dafür das untenstehende Formular oder schreiben Sie uns eine E-Mail an pinkslime@fhgr.ch

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